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Die Generation 1000 Euro
Was im deutschsprachigen unter dem Schlagwort "Generation Praktikum" bekannt ist, das ist in Italien die "Generation 1000 Euro". Gut junge Leute, die trotz aller Anstrengungen auf dem nicht Fuß fassen können. Ein Praktikum folgt auf das nächste, und bevor man es richtig merkt, ist man über 30 und hat noch immer keinen ordentlichen .
Der Autor selbst ist ein typischer dieser neuen sozialen Schicht. Er hat ein Architekturstudium, arbeitet seit seinem aber als Dauerpraktikant. Er war schon Grafiker, Web-Designer und - alles Jobs, die gut klingen, aber wenig einbringen.
"Generation 1000 Euro" spielt in Mailand - die Probleme aber sind wohl in ganz Europa ähnlich, auch wenn es Unterschiede gibt. So ist eindeutig festzustellen, dass in Ländern wie Italien und Deutschland, in denen ein besonders Kündigungsschutz besteht, in höherem Maße davor zurückschrecken, neue Leute einzustellen. Schließlich hat man ohnehin genug alte , die, egal ob sie gute Arbeit oder nicht, weiterbeschäftigt werden müssen. Und wenn sie ihre Arbeit bei vollen Bezügen nicht machen wollen oder können, dann muss eben ein billiger aushelfen. Für den einzelnen macht das durchaus Sinn, auf Ebene kann das jedoch sehr gefährlich werden.
Wie sich dieses Dilemma lösen lässt? Wohl nicht durch einen der Praktikanten, wie ihn die beiden Autoren in ihrem Buch beschreiben. Da gehen mehrere tausend auf die Straße, um auf ihre Probleme hinzuweisen, und in mehreren Firmen kommt es zum Stillstand, weil die billigen Praktikanten fehlen. Aber eine dauerhafte Lösung ist das nicht. es genug andere gibt, die darauf brennen, für wenig Geld arbeiten zu dürfen, weil sie glauben, so im voranzukommen, wird sich wenig bis nichts ändern.